Essen.

Vielleicht wäre gerade ein gutes Zeitpunkt, um damit wieder anzufangen.
Eigentlich beste Voraussetzungen: Magenschmerzen, kaum Lebensmittel in den Geschäften, vorrätiges muss gespart werden, …
Da liegt es doch gar nicht mehr so fern, einfach nichts zu essen (bzw. nur das allernotwendigste).
Und es bleibt mehr für andere Menschen, wenn ich nichts mehr kaufe. Also kann man mir nicht mal direkt vorwerfen, ich denke immer nur an mich.

Flucht

„Du bist süß“

„Lass uns telefonieren“

„Ich will kuscheln“

„Schade, dass du so weit weg wohnst“

„Ich möchte dich wieder sehen“

panikangstfluchtneinhilfewiesoichkanndasnichtaberichmöchteestutmirleiddassichsobin

Wut

Schwarz.

Scharfkantig.

Hart.

Zerstörend.

Einnehmend.

Doch sie ist durch gesellschaftliche Grenzen beschränkt und wird das Ziel nie erreichen, nicht im nötigen Ausmaß.

Tränen. Kopf. Nägel. Wand. Haut. Messer. Zähne. Blut. Schmerz. Atem.

WUT!

Du.

Ich sehne mich nach dir. Ich frage dich, mich zu besuchen. Ich bitte dich, hier vorbei zu kommen. Ich flehe dich an, mich mitzunehmen.

Ich kann deine dunkle Nähe spüren.

Doch du gehst vorbei. Doch du antwortest, ich sei noch zu jung. Du hättest dringlicheres zu tun.

20200216

CN: Essstörung, SVV


Wann und wieso ist eigentlich mein Schlaf-Wach-Rhythmus wieder so durcheinander gekommen? Und was macht meine Psyche da eigentlich?
Mir gehts nicht nicht direkt schlecht, aber so unterschwellig ists gerade… komisch? Ein anderes Wort dafür fällt mir grad gar nicht ein.

Essen bzw. nicht-Essen ist irgendwie wieder Thema. Ich esse (noch?) relativ normal, aber es fühlt sich gut an, Hunger zu haben?? Ich brauche endlich eine Körperwage! Die 60kg auf der Wage einer Freundin waren nicht gut.
Und wieso eigentlich wandern meine Gedanken immer mal wieder zum Selbstverletzen??

Was ist das denn gerade? Ich hab keine Ahnung, wo das her kommt. Zu viel Zeit? Zu wenig Zeit? Zu viel Stress? Zu wenig Stress?
Rede mit mir, verdammt!

Lust auf meine Familie heute habe ich auch nicht. Aber was solls, so bin ich immerhin beschädigt. Und sehe die beiden Miezen!!
Und am Montag ist auch nur circa ein halber Tag Arbeit, weil vormittags ein Termin beim Mieterschutzbund ansteht. Hoffentlich können die mir weiterhelfen, sodass ich endlich mal meine verbleibende Kaution zurück bekomme von der Wohnung, aus der ich letzten Juli(!!) ausgezogen bin. Utopie: Das Thema ist bald erledigt, und lastet nicht mehr länger RAM meines Gehirns aus.
Aber immerhin verspricht die kommende Woche sonst eher ruhig zu werden.

On a side note:
Ich hab außerdem seit 9 Monaten die Mastek!! Wow, wie die Zeit vergeht. Und die Narben sind auch schon ziemlich verblasst, was etwas ist, womit ich absolut nicht gerechnet habe.
Und ich bin auch schon 2 Jahre und 8,5 Monate auf Testo.

Wandernde Angst

Mehrtägiges Wandern (zum allerersten mal bei mir) mit einem Freund im Sommer wird gerade konkreter. Und damit auch meine Angst. Und Vorfreude. Aber auch Angst. Viel Angst. Angst, es nicht zu schaffen. Angst, die falsche Ausrüstung zu haben. Angst, was auf mich zu kommt. Angst zu versagen. Angst, dass wir nicht miteinander auskommen. So viel Angst.

20200112

Und mal wieder hat sich bestätigt, dass ich unfähig bin. Absolut unfähig. Und ich stelle mir die Frage – nein, eigentlich weiß ich, dass dem nicht so ist – ob ich als Gruppenleiter (und bald auch Vorstand) wirklich geeignet bin. Habe eine Gruppe, für die ich verantwortlich war (mit mir fünf Personen, darunter zwei Minderjährige), in die falsche S-Bahn gelotst. Wodurch wir unseren Zug verpasst haben. Wodurch wir eine Stunde später in unserer Stadt ankamen als geplant. Und eben auch eine Stunde später als die beiden Minderjährigen daheim sein hätten sollen. Sprich, die beiden bekommen jetzt massiv Ärger und können nicht mal was dafür.

Und außerdem hab ich mir mal wieder mein Wochenende dermaßen zu gebucht, dass ich nicht weiß, wie ich nächste Woche überleben soll. Die Arbeitswoche wird schon hart. Aber dann ist da auch noch alles mögliche andere, was ich nicht absagen kann.

Mein Körper und meine Psyche schreien mir entgegen, dass es zu viel ist. Aber ich bin diesbezüglich taub und blind. Also wirds wohl mal wieder die viel zu oft verwendete Routine, um irgendwie schlafen zu können. Nachdem Alkohol und Rauchen nicht viel geholfen haben. Und die nächste Woche wird dann wohl mit viel zu viel Kaffee und Energy Drinks, und zu wenig Schlaf, Erholungsmöglichkeit und freier Ich-Zeit durchgestanden. Und ohne Therapie, weil ich dafür mal wieder hätte früher aus der Arbeit gehen müssen, was ich nicht wollte und deshalb den Termin abgesagt habe. Ich hab jetzt schon Angst davor.

Alle Weihnacht wieder…

23.12. abends – wobei… mittlerweile viel mehr 24.12. morgens. 01:20 Uhr um genau zu sein. Gerade dreht die Waschmaschine noch ein paar Runden, mit Dingen, die ich nicht über die Feiertage habe liegen lassen wollen. 01:21 Uhr – das Piepsen signalisiert mir, dass sie jetzt fertig ist. Ich zögere es noch etwas heraus, die fünf Teile raus zu holen und aufzuhängen. Denn danach steht zu-Bett-Gehen an. Und wie jedes Jahr möchte ich das nicht. Aber nicht, um zu sehen, ob vielleicht noch jemand Geschenke einpackt. Das habe ich heute Nachmittag gemacht, und da ich alleine wohne, gibt es niemanden mehr, der noch Geschenke einpacken könnte. Sondern weil Schlafen die Zeit schneller vergehen lässt. Und da ich die kommenden Tage nicht überspringen kann, könnte ich zumindest wach bleiben und deren Beginn hinauszögern. Aber ich weiß, dass das absolut nicht vernünftig ist. Denn übermüdet nehme ich Sachen viel schneller persönlich, bin schneller gereizt, ist mir schneller alles zu viel. Dieses Jahr hätte ich einfach alleine bei mir in der Wohnung bleiben können. Habe ich aber nicht. Aus schlechtem Gewissen. Vielleicht auch mit der Hoffnung, Weihnachten endlich mal wieder etwas positiv einfärben zu können.

Aber wie jedes Jahr ist jetzt erstmal alles scheiße. Ich bin unruhig ohne Ende und frage mich, wie es mir so gelingen soll, zu schlafen….

20191019

Therapie wäre gut. Nicht nur ab und zu. Und auch nicht so wie es gerade ist und die letzten bald 2 Jahre war. Und auch nicht so wie es davor war. Keine Ahnung, was ich mir erhoffe. Aber irgendwie Hilfe. Wäre nicht schlecht. Theoretisch weiß ich das alles. Alkohol ist kein Skill. So wie ich gerade lebe ist ungesund. Das ist nur temporär. Und auch was ich machen könnte, damit es mir besser geht. Und Alkohol ist das nicht. Nur hab ich die Kraft dazu nicht. Es ist so viel leichter, mich all dem hinzugeben und einfach immer noch tiefer in diesen Zustand zu rutschen. Mit Alkohol vergesse ich immerhin für eine Weile, wie scheiße meine Welt gerade ist. Und wie scheiße die Welt generell (gerade) ist. Dass es mir am nächsten Morgen auch scheiße geht, ist abends erst mal sehr sehr nebensächlich. Hauptsache alles vergessen, zumindest für eine Weile. Dass das keine Lösung ist, weiß ich – theoretisch. Aber es interessiert mich nicht. Absolut nicht. Ich weiß nur nicht, wie all das weiter gehen soll. Aber mir geht es ja gut. Ich gehe in die Arbeit, kann dort leisten, und schaffe auch Sport-Wettkämpfe, und den nötigsten Kontakt zu Freund*innen zu halten. Also alles bestens.