20221227

CN: Self destruction, suicide | Selbstzerstörung, Suizid

It all starts with sitting on the floor, over and over again. Not allowing myself the comfort of the couch, kinda. I know these patterns by now. Know them very well. Too much drinking, disturbed eating, eventual cutting, a lot of watching TV, sitting on the floor. Those little lies. „I’m fine.“ „Just chillin‘.“ „It’s been alright.“ „I’m looking forward to it.“ „Just a bit tired.“ Everytime the same. They don’t know. They don’t notice. That’s because I don’t want them to. I really don’t. So I make them believe it’s alright. And they believe it. I guess. I don’t yet know where it will lead to. I just know that at some point, this may lead to the end. A permanent one.

And maybe this end will be sooner than everyone thinks. Sooner than I still thought some weeks ago.

Maybe I’ll stick to my plan after all. Last minute. But it’d be still in time…

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Depression is a monster…

Ein sehr toller Text von „Worte der Wirklichkeit“

Depression is a monster, that likes to play with its food. Sinking its teeth ever so slowly deeper into your flesh, till that moment, where it consumes you whole. It is a slow process, not like hitting a wall. Something feels off at first. You can’t tell what it is, but you are feeling more […]

Depression

20221026

CN: Alkohol, SVV

Ich dachte, ich wäre erleichtert. Erleichtert, dass ich mich jetzt nicht mehr verstellen muss, dass ich nicht mehr alles geben muss um dir deine Wünsche bestmöglich zu erfüllen. Und dennoch zu scheitern. Ich dachte, es wäre okay und würde gut werden. Zumindest besser für mich.

Aber ich hab mich getäuscht. Stattdessen fühle ich mich bei der dritten Flasche Bier und mit zwei brennenden Schnitten wie der totale Versager.

Nicht fähig eine Beziehung zu führen, nur auf mich selbst konzentriert. Selbstzerstörerisch. Selbstbemitleidend.

Ich sollte erleichtert sein. Erleichtert, dass Schluss ist. Erleichtert, dass wir darüber sprechen konnten. Aber stattdessen mache ich mir unentliche Vorwürfe.

Was zum F*ck ist falsch mit mir??

Here I am, once again
Way too close to the edge
Terrified, open eyes
I’m seeing red
I would rather die tonight
Then let you down one more time

Citizen Soldier – „Never Good Enough“

20220709

Stehe am Bahnhof, noch 3min bis der Zug kommt, in den ich einsteigen werde, obwohl ich lieber im Bett läge. Ich glaube, ich würde mich freuen, wenn ich nicht so müde und energielos wäre. Und ich weiß, dass du dort am Endbahnhof freudig auf mich wartest, schon seit Tagen. Aber ich kann es nicht leugnen, lieber wieder umkehren zu wollen, mich in der dunklen Wohnung verstecken und nichts von der Welt mitbekommen.

Aber ich will dich nicht verletzen.

20220704

And once again I’m laying here crying. You say you miss me so much and I… I feel like I should miss you too. Because after all we’re girlfriend and boyfriend. We use these words, use relationship for the thing we have. But I don’t miss you, not as much, not already after some days. Not after one week. Not now. And you know that I miss you less, I’ve told you. But I feel like you don’t understand. You tell me that escpecially the evenings without me are hard for you. And I don’t know what to say. I like you. And you’re important to me. But I don’t need you as much as you need me. I don’t need to see you every weekend. It even stresses me when we meet up every weekend. I miss weekends with friends and weekends with just myself. And it’s not even like we’d spent every weekend together. I also do like the time with you, and am enjoying it. But I also feel a bit restricted, like I’ve lost a bit of my already so little freedom, a bit of my life. And definitely time to just spontaneous do or not do things, without plans in advance. And time to do stuff with friends. And it’s already tearing me apart. I have this feeling in my chest again, like something big and heavy is sitting on it, like my lungs are in chains, like I can’t breath as deeply as I want to. It makes me wanna tear my skin off my body, hit my head, hurt myself and cry, cry, cry. I hate that I’m not feeling the same way you do. And I would hate to hurt you, again, by telling you (again) how I feel. And I hate to feel like this. So I don’t tell you, I restrain myself, I fight the urge to tell you the truth. I tell myself over and over again that it’s just when I’m alone that I feel this way but when we’re together I enjoy the time. And it’s true, it really is. Mostly. Because even if I do enjoy being with you and I often do not want to leave, I also am looking forward to being alone again. And there are times when I’m not so much happy about seeing you again only a week later, or even two. I don’t know what it is, I just know that it’s me, not you, not anyone else. It’s always been like this and it’ll always be like this.

So I swallow the tears, ignore the feeling of constrictions, and make another plan of meeting you, text you that I miss you too (because what else should I reply if I don’t wanna hurt you again). And admonish myself to finally get my shit together and to finally value when someone loves me and wants to be with me (and I also do like that someone).

20220614

CN Alkohol

Und wenn dann gefühlt irgendwann mehr % durch meine Venen fließen als Blut, wische ich die Tränen weg mit dem bereits durchnässten Bündchen meines verschlissenen Ärmels, und versuche zum x-ten Mal all das zu vergessen, alles um mich herum. Die Buchstaben verschwimmen bereits vor meinen Augen, aber meine Gefühle sind noch viel zu deutlich. Und ich versuche mich selbst uu vergessen, mein Sein zu vergessen und jemand zu sein, der ich gern werde. Und für einen Moment gelingt das auch, aber nur so lange bis mein Blick wieder etwas schärfer wird.

Und ich fülle nach. Gieße mir noch ein Glas ein, schreibe das Wort zum fünften Mal, leere die Flasche. Gut, dass es Autokorrektur gibt.

Aber mein Elefantenhirn vergisst nicht.

F*ck u Corona!

Wieso? Wieso ausgerechnet jetzt?

Seit Monaten hatte ich mich auf dieses Wochenende gefreut – auf das letzte dieser Sorte, da ich nächstes Jahr zu alt bin.

Und jetzt sitze ich hier, daheim statt dort zu sein. Vor mir auf dem Tisch eine Reihe Corona-Selbsttests, auf allen ein schwacher T-Strich. Auf meinen Wangen nasse Spuren der Tränen.

Seit Sonntagabend in Quarantäne. Ich habe so gehofft, dass heute die Tests wieder negativ sind. Doch diese Hoffnung ist in Scherben zerbrochen und ich weiß nicht mehr, wofür ich überhaupt lebe, was ich hier überhaupt mache.

Mit einem Mal ist alles dunkel, ich sehe grad kein Licht mehr…

Und weiß, dass es lächerlich ist. Den Infekt hab ich gut überstanden, mehr wie eine Erkältung. Ich sollte froh sein… Doch da ist nichts als Leere und Traurigkeit.ixh

Ich weiß nicht, wohin mit mir. Will doch nur dort sein, zwischen all den anderen trans* Menschen auf Freizeitfahrt. Ein letztes Mal bevor ich zu alt bin…

Eckenbewohner

Da liegt es, friedlich schlummernd in der hintersten Ecke. So still, dass ich es nicht wahrnehme und im Alltag eigentlich schon vergessen habe. Nur manchmal rührt es sich leicht, wenn ich versehentlich zu nahe vorbei gehe oder gar mit dem Fuß gegen es stupse.

Gelegentlich betrachte ich es bewusst aus sicherer Entfernung, immer auch etwas begleitet von der Hoffnung, dass es gar nicht mehr da ist und sich sein Abbild nur auf meiner Netzhaut eingebrannt hat von den vielen Jahren, die wir bereits gemeinsam – nebeneinander – verbracht haben.

Und dann lasse ich mal wieder von außen eine Türe öffnen, trete voller Neugier näher an die Öffnung, durch welche farbenfroh tanzende Lichter hereinfallen, und wende ihm den Rücken zu.

Langsam tauche ich in das Lichterspiel ein, das leise warnende Knurren hinter mir ignoriere ich. Vorsichtig setze ich einen Fuß vor den anderen, mir noch unschlüssig, ob ich komplett in den Farbentanz eintauchen soll. Das Knurren wird lauter und bedrohlicher. Ich ignoriere es. Mit einem entschlossenen Schritt lasse ich mich von dem weich wobernden Bunt umschließen.

Das erste was ich spüre ist der harte kalte Boden unter mir. Ich liege auf dem Rücken. Dann ein dumpfer Schmerz in der Brust. In meinen Ohren rauscht es. Langsam schlage ich die Augen auf. Schwärze. Gerade eben war noch alles hell und bunt. Ich brauche ein paar Minuten um mich an die Dunkelheit zu gewöhnen, um zumindest Umrisse zu erkennen, etwa eine Armlänge über meinem Gesicht sein Maul. Ich rolle mich ächzend zur Seite. Mein Herz wummert in meiner Brust, mein Atem geht viel zu schnell. Seine wachsam glühenden Augen verfolgen meine Bewegung. Vorsichtig setze ich mich auf und warte bis sich mein Körper etwas beruhigt hat, das Rauschen lässt nach. Langsam schwindet die Dunkelheit, und es rollt sich mit einem zufriedenen Grunzen wieder in seiner Ecke zusammen, den Blick langsam von mir abwendend bis es die Augen schließt und wieder vollkommen still ist.

Die Türe ist wieder fest verschlossen und nicht mehr auszumachen. Zurück bleibt nur ein tief in mir sitzender Fluchtinstinkt, und ein großes Durcheinander.