Zu viel

bachelorarbeit
präsentation
zukunft
transition
ausziehen
freunde
familie
existieren
funktionieren
leben

alles
zu viel

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On – Off

In letzter Zeit habe ich eine Art On-Off-Beziehung zu meiner (Trans)Identität. Irgendwie auch generell zu meinem Leben.
Es sind zu viele Themen, viel zu viele, die durch meinen Kopf kreisen. Ich kann sie nicht wirklich lösen, nur versuchen, irgendwie das bestmögliche zu finden und umzusetzen. Aber ich merke, wie meine Psyche leidet, wenn ich so viele Abstriche machen muss.

Ich (aka trans* Weg) vs. Familie
Ausziehen vs. Weiterstudieren
Arbeiten vs. Reisen
Leben vs. Überleben

Und nicht weniges davon wiederspricht sich irgendwie.
Es geht nicht, ohne weh zu tun. Und mit dem Schmerz kann ich nicht umgehen, weil ich noch immer irgendwie darauf hoffe, dass alles gut wird…

20180210

Wer und was bin ich?
Geht es mir scheiße, weil ich nicht sein darf, wer ich bin bzw. meine zu sein? Weil gewissen Menschen durchgängig dagegen reden?
Geht es mir scheiße, weil mir die Veränderungen, die unter Testo bisher passiert sind, doch nicht taugen?
Oder weil mein Hormonhaushalt gerade ein einziges Chaos ist?
Oder hat es gar nichts damit zu tun und ich bin „einfach nur“ depressiv?

Was zum Geier ist los?

Verschnaufpause

Verschnaufpause
circa 20 Stunden
nicht länger
drüber reden,
positiver sein
und wieder fallen
toxic environment
hoffnungslosigkeit
angst
zukunft
hilfslos
wie weiter machen
ich weiß es nicht
if i go i can only hope
i’ll make it to the other side
if you wanna get out alive
run for your life
aber möcht ich überhaupt
lebend raus kommen
hab den sinn verloren
i’m scared of life
and what it means to me
unendlich müde
lebensmüde
alles zu viel
konzentration
motivation
freude
FEHLALARM
dauersirene
zu laut
und zu still
abschotten
existieren
funktionieren
versuchen
geht nicht
nichts.

TW Suizid

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Heute wieder mit meinen Eltern geredet, war nicht geplant. Sie haben das Gespräch angefangen. Wieder zu hören bekommen, dass ich mich mit der Transition zerstöre, mir mein Leben kaputt mache. Sie sich Sorgen um mich machen. Ich das noch gar nicht wissen kann und noch zu jung bin. Zu wenig Lebenserfahrung hab um sowas entscheiden zu können. Dass ich noch warten soll, erst andere Wege einschlagen und Sachen ausprobieren. Das ne Einbahnstraße ist, aus der ich nie wieder umkehren kann. Dass es mir nur besser geht seitdem, weil ich ein festes Ziel hab, auf das ich hin arbeiten kann.. Versucht zu erklären, dass es sich richtig anfühlt, dass es ein scheiß Weg ist den ich nicht aus Jux und Tollerei gehen würd wenn ich mir nicht sicher wär. Dass ich mir besseres und schöneres vorstellen kann als trans* zu sein. Kam nicht an. Sie haben Angst, dass ich die falsche Entscheidung treffe und mich kaputt mache. Dass ichs nur wegen der Erscheinung nach außen mach und die nen viel zu großen Einfluss auf mich hat.. Dass ich kaputt gehe, wenn ich den Weg nicht gehe, kam nicht an. Sie haben Angst, sie machen sich Sorgen, sie sie sie… Wie es mir geht, ist nicht so wichtig. Ich seh ja eh alles was sie sagen als Vorwurf und gegen mich Gerede..

Bin dann irgendwann aus dem Raum raus und nach oben. Meine Eltern kurze Zeit später hinterher.. Hab dann irgendwan meiner Mutter das Paket Testo-Gel vor die Füße geworfen, dass sies wegwerfen soll, wenns ihr dann besser geht. Wenn das das ist was sie will, dass ich aufhöre und noch warte, soll sies weg werfen. Dann ist zumindest sie beruhigter. Ist ja egal was mit mir ist.. Dass es für mich nur den trans*weg oder (früher oder später) Suizid gibt, sieht sie als Argument dafür dass ich mich mit meiner (weiblichen) Identität etc auseinander setzen muss…

Und ja, ich bin dem Suizid grad wieder verdammt nahe.. die letzten Tage (1-2 Wochen???) waren eh schon beschissen genug mit Selbstverletzungsdrang und Suizidgedanken und jetzt das „Gespräch“ heute…..

Dass ich mich täusche und es irgendwann in 20 Jahren oder so bereue die Transition gemacht zu haben ist verdammt noch mal auch meine Angst! Aber so wies jetzt ist, leb ich sehr sicher zu dem Zeitpunkt nicht mal mehr.. Ist kein Argument für sie…. zeigt für sie nur dass ich mich erst noch finden muss, dass es zu früh ist…. und wenn das so weiter geht, leb ich in weniger als nem Jahr schon nich mehr…

Soll ihnen mehr erzählen was los ist, nicht nur tatsachen vor den Latz knallen… Toll. Wenn ich erzähle passiert genau sowas wie heute (oder im Juli oder die male davor).. Testo hätte meinen charakter schon ins negative verändert…. Ja, ihnen gegenüber, sonst aber nicht. Ich distanzier mich bewusst von ihnen weil ich eh nur Vorwürfe zu hören bekomm. Und jetzt wieder mal n schlechtes gewissen hab unds mir scheiße geht weil ich sie verletze.. Wie viel sie mich verletzen ist egal.. In ihren Augen versuchen sie mich zu beschützen. Dass das scheiße weh tut ist ihnen egal, kommt nicht an… Vielleicht würds ankommen wenn sie meine beerdigung organisieren müssen…… ihnen fehlt die kraft um noch lange um mich zu kämpfen.. mir fehlt sie (mal wieder) um überhaupt zu kämpfen und am leben zu bleiben. Ich seh langsam keinen sinn mehr darin…. Vielleicht würden sie wirklich endlich begreifen wenn sie an meinem Grab stehen.. Und selbst wrnn nicht, mir kann das dann auch egal sein, genauso wie alles andere…

Nahezu perfekt.

Panik mit dem fahlen Geschmack von Zigaretten vertreiben
Die aufsteigende Galle wieder runterschlucken
Zu viele Gedanken im leeren Kopf
Zu viele Gefühle in der berstenden Brust
Wohin mit all dem, was niemand glaubt?
Scharfes Metall auf weicher Haut
Silber auf nude – was ein Modewort – gibt rot.
Nur Gedanken. Nur Gedanken. Nur Gedanken!
Keine Taten…
Mehr Zigaretten in zitternden Händen
Gedanken verdrängen
Der Geschmack kann sie nicht vertreiben, noch Nikotin.
Gefangen in mir, dem must-do
Und dem mustn’t-do.
Auch Alltag genannt.
Ich funktioniere
Also ist alles gut.
Nahezu perfekt.

Reblog: For the mentally ill folks who didn’t think they make it this year.

But you’re here. Holy shit. You’re still here. And of all the jobs you have, staying alive is the most important one. You had the guts and resilience it took to survive this year. That was you

Sam once again finds the right words and writes about surviving the year, fighting on and slowly getting better.
An article that’s definitely worth reading!

https://wp.me/p4QwYD-3Mr