20180816

Es geht mir… nicht sonderlich gut. Und das trifft mich gerade relativ heftig. Ich weiß absolut nicht wieso es mir nicht gut geht.
Bisher war da immer mindestens ein Grund – Studium, Eltern, Einsamkeit etc. pp. – aber jetzt gerade gibt es eigentlich nichts, über das ich mich beschweren könnte. Ich hab einen Job, eine tolle WG, einen besonderen Menschen, keinen Stress mit meinen Eltern, in Sachen Transition entwickelt es sich in die richtige Richtung,… Und trotzdem geht es mir gerade nicht gut. Es hat sich schon vor zwei Tagen ein wenig angekündigt, so unterschwellig. Aber ich hab dem Ganzen keine weitere Beachtung geschenkt.
Und heute bin ich wie immer in letzter Zeit um 9 Uhr aufgewacht. Und ja… musste feststellen, dass es mir nicht gut geht. Heute wäre so ein Tag, den ich am liebsten eingerollt im Bett verbringen würde. Aber ich muss den Rest von gestriger Grillfeier aufräumen und dann von 16-21 Uhr arbeiten. Weiß gerade nicht, wie ich das schaffen soll, wie ich den Kontakt mit Menschen aushalten soll. Anrufen und mich krank melden geht nicht, ich bräuchte direkt ein ärztliches Attest. Und ich war letzte Woche (meine erste Arbeitswoche) wegen meines gebrochenen Zehs schon krank geschrieben.

Also werde ich mich da heute wohl durch beißen müssen und hoffen, dass der Tag schnell vorbei ist…

Manchmal wüsste ich trotzdem gerne, was mit mir los ist. Wieso von einem Tag auf den anderen alles zusammenbrechen kann. Was ich dagegen machen kann. Oder ob ich damit leben (lernen) muss. Therapie bringt mich da irgendwie auch nicht so wirklich weiter…

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Grenzwandler?

Grenzwandler.
Eine Person (die mir sehr am Herzen liegt) hat das Thema kürzlich angesprochen.
Borderline.
Und ich merke gerade mal wieder – durch und in dem Kontakt mit ihr – dass da durchaus was dran sein könnte.
Habe das Thema vor einer Weile von mir weg geschoben.
Aber in der Vergangenheit schon einige Male darüber nachgedacht.
Und gegoogelt, gelesen,… Immer und immer wieder. Bemerkt, dass durchaus einige Punkte auf mich zutreffen. Mehr als mir lieb sind. Und dann das Thema wieder weggeschoben…
Und jetzt kommt es gerade wieder hoch… Wahrscheinlich treffen doch mehr Punkte auf mich zu als ich es mir eingestehen möchte. Wird vielleicht Thema in der nächsten Therapiesitzung. Bzw sollte es wohl werden…

20180728

Rums.
Und so schnell geht es.
Der Knochen ist kaputt.
Mehrere Splitter.
Und ich habe meinen restlichen Tag in der Notaufnahme und dann daheim mit hoch gelegtem Fuß verbracht.
Und warte gerade kühlend darauf, dass der Schmerz nachlässt und ich schlafen kann.
Aber mein Zeh ist mehr so „Nö.“ und pocht fröhlich schmerzhaft weiter vor sich hin.
Tischplatten sollte man sich nicht auf den Zeh fallen lassen. Das weiß ich jetzt auch.

20180724

Krankenversicherung, familienversichert, Job, Haftpflicht, Exmatrikulation, Kümmern, Steuern,…???

Erwachsenwerden.

Hilfe…

Ich hab ab Anfang August einen Job und bin noch bis Ende September exmatrikuliert. Also erstmal Panik schieben, dass ich irgendwie doppelt irgendwo gemeldet bin und es zu Probleme kommt. An der Hochschule mich heute selbst exmatrikulieren wollen – geht nicht ohne weiteres. Die brauchen die anderen Unterlagen zum Vernichten/ Ändern. Hab ich natürlich nicht dabei gehabt. Also erstmal anmaulen lassen. (Wieso eigentlich sind die Menschen im Amt für Studienangelegenheiten so verdammt unfreundlich?!)

Und dann stellt sich doch glatt raus, dass ich mich scheinbar gar nicht selbst exmatrikulieren muss, sondern es reicht, automatisch Ende September exmatrikuliert zu werden… Sowas aber auch. Und wieder mal umsonst Panik geschoben…

20180716

Scheinbar bin ich jetzt an einem Punkt angekommen, an dem ich Panikattacken bekomme, wenn ich darüber nachdenke, dass ich zu meinen Eltern muss und wann ich das am besten mache.
Ich weiß einfach nicht, wie ich ihnen begegnen soll. Ich bin mir gerade in der trans*Sache wieder ziemlich sicher, habe wieder mit Testosteron angefangen und plane so langsam die Mastek, und mir geht es gut damit. Solange ich das Thema „Eltern“ ausklammern kann. Wenn nicht, geht es mir eher dreckig. Ich weiß einfach nicht, wie ich das machen soll. Es tut scheiße weh zu wissen, nicht akzeptiert zu sein bzw. nur akzeptiert zu sein, solange ich „ihre Tochter bleibe“ und den trans* Weg nicht gehe. Und zu wissen, dass ich sie aus meinem Leben streichen muss, wenn ich glücklich werden möchte. Zu wissen, dass ich es nicht schaffen werde, ich selbst zu sein und gleichzeitig meine Familie zu behalten. Ich komm damit nicht klar. Es tut weh. Verdammt weh! Verdammt scheiße weh!! Und ich hab keine Ahnung, wie ich das überstehen soll…
Ich möchte gerade irgendwas zerschlagen und einfach nur heulen. Ok, das tue ich eh schon… Ich kann mich nicht zwischen meinem eigenen Leben und meiner Familie entscheiden. So scheiße sie manchmal reagieren, sie sind immer noch meine Familie. Und auch wenn ichs manchmal echt gut im Griff habe, es bricht immer wieder über mir zusammen.

CN: Suizidgedanken
und mal wieder denke ich mir, es wär leichter, mein Leben zu beenden als so weiter zu machen. Verdammt, ich kann das nicht!

Versuch Nr. X

In letzter Zeit habe ich immer wieder bemerkt, dass ich die Transition irgendwie doch brauche/ möchte. Ich ertappe mich immer öfter bei Gedanken wie „Wenn ich dann einen Barte habe…“, „Auf den CSDs nächstes Jahr laufe ich dann komplett oberkörperfrei“ (also ohne Binder oder Tape), „Wenn mein Passing etwas besser ist…“ und ähnliches. Und dann stelle ich fest, dass das Passing nicht besser werden wird ohne Hormone, dass ich die Mastek nicht haben werde ohne Anträge zu schreiben usw.

Ich überlege, was mich eigentlich noch davon abhält, die Transition durchzuziehen. Es gibt durchaus ein paar Gründe und Unsicherheiten, aber das sind hauptsächlich Dinge wie:

  • Meine Eltern werden es mir vorwerfen, nicht alle Möglichkeiten ausprobiert zu haben, als Frau und ohne Transition glücklich zu werden.
  • Ich muss irgendwie die Sache Job(suche) und Transition managen und unter einen Hut bringen.
  • Ich gehe das Risiko ein, irgendwann evtl. doch festzustellen, dass die Transition nicht der richtige Weg ist, und dann damit leben zu müssen oder es wieder rückgängig machen zu müssen.

Und wenn ich so darüber nachdenke, sind das auch schon die einzigen wirklichen Gründe. Klar es gibt noch so Sachen, die ich nicht unbedingt haben müsste wie bspw. Haare auf dem Rücken, graue Haare, Haarausfall…

Der Hauptgrund und die Hauptangst sind aber wohl wirklich meine Eltern… Ich habe am Montagabend wieder mit 25mg Gel angefangen – noch hab ich 19 Tütchen 50mg Testo-Gel und das Vorhaben, mir demnächst einen Endo-Termin zu holen und dann die 3-Wochen-Spritze verschreiben zu lassen. Aber ich merke gerade schon wieder, wie ich unsicher werde und Angst habe, meine Eltern wieder zu treffen. Sie werden höchstwahrscheinlich nicht sofort was bemerken, aber lange kann ich ihnen jedenfalls nicht verschweigen, dass ich wieder mit Testosteron angefangen habe…
Und jetzt fängt das ganze Overthinking wieder an – habe ich wirklich solch eine Angst wegen/ vor meinen Eltern? Oder projiziere ich nur irgendeine Unsicherheit/ Angst auf sie bzw. nehme sie als Grund her, weil das einfacher zu benennen ist??

Ich freue mich irgendwie ziemlich auf Veränderungen und dann auch darauf, die Mastek zu haben. Und gleichzeitig habe ich aber total Angst. Angst davor, mir alles nur noch schwerer zu machen. Angst davor, meine Familie zu verlieren. Angst davor, alles in ein paar Jahren zu bereuen. Angst. Angst. Angst. Unendliche Angst. Und mal wieder wünsche ich mir, gar nicht vor so einer Entscheidung stehen zu müssen. Sondern einfach (mehr oder weniger) glücklich zu sein mit dem Körper, den ich habe. Und dann geistern wieder so Gedanken durch meinen Kopf, die mir sagen, ob ich denn wirklich meinen gesunden und voll funktionierenden Körper modifizieren und „verstümmeln“ möchte… Und einerseits weiß ich, dass das Aussagen sind, die von meiner Mutter kommen, aber andererseits frage ich mich auch, ob das nicht irgendwie zumindest zu einem gewissen Teil auch meine Meinung ist… Ich weiß es nicht. Ich weiß gar nichts. Ich weiß nicht mal, ob ich jetzt weiterhin Testo nehmen soll oder gleich wieder aufhören. Irgendwie habe ich vielleicht auch Angst davor, dass ich wirklich trans* bin und kann es nicht so ganz akzeptieren…? Ich weiß es nicht.

20180626

TW: Selbstverletzung, Essstörung, Suizidgedanken

Kreisende Gedanken verdüstern die schlaflose Nacht
Verlass mich
Wer bin ich?
Das steht nicht mehr in meiner Macht
Greife wieder zur Klinge
damit ich mich auf andere Gedanken bringe
Kalorien zählen
mich durch Tage quälen
Die Maske aufsetzen
mit anderen vernetzen
gelogenes Lachen
und all die and’ren Sachen.
Schauspielerei
breche am Ende entzwei
dann ist’s dunkel
Stille statt Gemunkel

20180603

Momentan ist alles wieder mal zu viel. Ich weiß nicht, wohin mit meinen Gedanken und Gefühlen. Die Tage sind okay, die Fassade hält soweit, nur ab und an bröckelt sie leicht. Die Nächte sind scheiße. Mal wieder überlege ich, doch in eine Klinik zu gehen… Aber was würde das schon bringen? – Nur noch mehr Stress und mäh danach. Und Erklärungsnot, wieso nach dem Studium eine Pause ist. Also doch bewerben und hoffen, dass ich nicht zusammen breche. Oder eben doch… und dann mal jemand mich ernst nimmt…

21042018

Ich möchte gerade so vieles los werden, mir von der Seele schreiben. Aber weiß nicht wie. Setze immer wieder an, bekomme keine klaren Gedanken auf die Reihe, das Chaos nicht geordnet. Möchte wegrennen, ganz weit weg. Aber es klappt nicht. Egal, wo ich bin, es verfolgt mich. Bekomme nichts geordnet und keine klaren Gedanken auf die Reihe. Nicht mal vernünftige Gedanken überhaupt. Hormontherapie zum x-ten Mal pausiert oder abgebrochen (?), ausgezogen, Bachelorarbeit abgegeben, Urlaub gebucht usw. aber immer noch die gleichen Probleme. Komme da nicht weg, egal wie viele tausend Kilometer ich weg bin. Egal, wie viel ich beende, abbreche und neu anfange. Es dreht sich alles im Kreis. Immer und immer und immer wieder. Ohne Punkt